In eigener Sache: Argumentations-Klassiker
Montag, 15. August 2005 um 00:00 Uhr
Wer Einwände gegen strikte Rauchverbote und weitere überflüssige Tabakkontroll-Maßnahmen hat, landet schnell in einer ganz bestimmten Ecke: Die übliche Reaktion befaßt sich nämlich nicht mit den vorgebrachten Argumenten, sondern unterstellt sofort eine wie auch immer geartete Verbindung zur Tabakindustrie.Wieder einmal hat Michael Siegel zugeschlagen: Jahrelang aktiv für verschiedene Anti-Raucher-Initiativen, hat er nun einen etwas differenzierteren Standpunkt eingenommen und veröffentlicht in seinem Blog erfrischend kritische Anmerkungen zu einigen Praktiken der Tabakkontrolle.
In einem neuen Eintrag befaßt er sich speziell mit FORCES International und kommt zu einem beruhigenden Ergebnis: Es muß nicht immer die Tabakindustrie sein, deren Geld Menschen dazu bringt, einen bestimmten Standpunkt zu vertreten. Auch ureigene menschliche Interessen wie die Möglichkeit, den eigenen Lebensstil selbst zu wählen, können Grund genug sein, gegen unsinnige Forderungen Einspruch zu erheben und den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Ein übermächtig dargestellter Gegenspieler wie die Tabakindustrie vermag vielleicht besser als Feindbild herzuhalten als Menschen, die eigentlich nur in Ruhe und ohne vom Staat "entnormalisiert" zu werden ihr Leben genießen wollen - aber dies rechtfertigt es noch lange nicht, ohne schlüssige Belege Verbindungen herzustellen, die entweder aus Paranoia oder aus PR-Erwägungen heraus geäußert werden.
Siegel, Michael: FORCES International: Tobacco Industry Front Group?
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