Ist die Menschheit noch zu retten?

Dienstag, 29. Mai 2007 um 00:00 Uhr

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Feinstaub wird mit erhöhter Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauferkrankungen in Verbindung gebracht, aber die genauen Mechanismen sind nicht bekannt.

Methode: In einer Studie wurde die Reaktivität der Blutgefässe auf Exposition durch Feinstaub (PM1.0, PM 2.5) und Stickstoffdioxid NO2 untersucht. Dazu wurden 39 gesunde Testpersonen während 2 Stunden an zwei verschiedenen Bushaltestellen in Ottawa stationiert. Die fluss-induzierte Vasodilatation (FIV, Erweiterung der Blutgefässe) wurde vor und nach der Exposition gemessen. [...]

Ergebnis: Eine Zunahme von 30 Mikrogramm/m3 von PM2.5 führten zu einer Reduktion der FIV von 0.48% entpsrechend einer relativen Abnahme von 5% der Dilatationskapazität. Die Resultate an den beiden Bushaltestellen stimmten überein.
Für PM1.0 und NO2 wurden keine Assoziationen gefunden.

Schlussfolgerung: PM2.5 kann die Kapazität zur Blutgefässerweiterung reduzieren, eine mögliche Erklärung für einen Zusammenhang zwischen Feinstaub und erhöhter Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauferkrankungen.

Particulate air pollution and vascular reactivity: the bus stop study.
Dales R, Liu L, Szyszkowicz M, Dalipaj M, Willey J, Kulka R, Ruddy TD.

--- Kommentare ---

Viele Politiker und einige "wissenschaftliche" Kreise sehen offenbar vor lauter Passivrauch nicht mehr, dass unser Leben sich nicht in einer sterilen Kapsel abspielt, dass organisches Leben immer auch Integration in die Umwelt und Konfrontation mit der Umwelt bedeutet.
Die wilde Publikation unzähliger (und untauglicher) Studien zu den Gefahren des Passivrauchs führt zu einer - politisch gewünschten - Verzerrung der Proportionen.